Kulturtage 2013 in Vettweiß

Beeindruckende Tage sind vorüber

-Durchweg positives Resümee-

 

Die Gemeinde Vettweiß freute sich sehr, 10 Jahre nach erfolgreicher Ausrichtung der Kreiskulturtage in Vettweiß, nun – gerade auch auf Anregung aus den Ortsteilen heraus – erneut eine Woche lang sich den Bürgern und vielen anderen Gästen präsentieren zu können. Es galt, das vielschichtige und höchst interessante kulturelle Leben in Vettweiß den Bürgern, interessierten Menschen aus nah und fern näher zu bringen und vorzustellen.

An dieser Stelle sei zunächst einmal dem Organisationsteam und der Verwaltung der Gemeinde gedankt, die harmonisch sich ergänzend über Monate der Vorbereitung ein überaus anspruchsvolles und attraktives Angebot auf die Beine gestellt haben. Nicht zu vergessen bei dem Dank für das Zustandekommen einer solchen Veranstaltungswoche ist natürlich auch die Reihe der Sponsoren, die es ermöglichten, dass auch eine Kommune, die – wie fast alle Kommunen derzeit – finanziell nicht gerade „auf Rosen gebettet“ ist sich dergestalt präsentieren kann, wie es sich letztlich darstellte.

Die durchgängig beeindruckende Teilnahme an den verschiedensten Veranstaltungen und Angeboten war auch mehr als ein Lob und die Anerkennung für die Arbeiten im Vorfeld – und letztlich die Arbeit und den Einsatz aller an den vielfältigen Darbietungen und Veranstaltungen Beteiligten. Die vorgestellten und angebotenen Aktivitäten beleuchteten ein beeindruckendes Spektrum kulturellen Lebens und Erlebens unserer Gemeinde. Gleichzeitig wurde wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass unsere Gemeinde, in ihren Ortsteilen und als Ganzes, lebt – und wozu sie fähig ist.

 

Eröffnet wurden die Kulturtage 2013 der Gemeinde Vettweiß schon einmal mit einem ganz besonderen Highlight auf Burg Gladbach. Nach vielen Jahren stand erstmals die sich in einem wunderbaren und eindrucksvollen baulichen Zustand befindende Burg Gladbach mit ihrem Park einer breiten Öffentlichkeit offen. Die F. Viktor Rolff-Stiftung fördert in den Bereichen Landschaftspflege, Natur-, Umwelt- und Tierschutz, Kunst, Erziehung und Bildung sowie Denkmalpflege. Dies wurde überaus eindrucksvoll unter Beweis gestellt, als die Stiftung am Tag der offiziellen Eröffnung der Vettweißer Kulturtage eingeladen hatte, einen „Weg für die Sinne“ im stiftungseigenen, zur Burg gehörenden Park zu beschreiten.

Im Innenhof der Burg von einer sehr angenehmen Gastronomie unter musikalischer Begleitung verwöhnt, konnte man – bei anleitender Führung oder „auf eigene Faust“ – den Park erstmals seit vielen Jahren in all seiner Schönheit in Augenschein nehmen, die Natur genießen. Künstlerisch gestaltete Wegweiser gaben einem hierbei die Richtung vor, um in den verschiedensten Ecken und Stellen des weitläufigen Parkgeländes Kunstwerke, Installationen und künstlerische Anregungen auf sich wirken zu lassen. Nach bzw. neben der stationären Kunstausstellung in der Remise der Burg ein gekonnter Schritt, um uns allen Kunst auch näher zu bringen. Erläuterungen, Informationen zu den jeweiligen Objekten gaben Anregungen und Anstöße, diese dann auch ganz individuell auf sich wirken zu lassen, sie zu betrachten. Es waren Werke der Künstler Caroline Baum, Antje Fuß, Judith Maria Günzl, Peter Henn, Veronique Krenn, Stefan Knor, Traudel Lindauer, Margret Schopka, Washkar Schneider und Stephanie Wiebusch installiert bzw., ausgestellt. Geöffnet war der Park letztlich an allen Tagen der Kulturwoche – mit täglichen Führungen.

Die offizielle Eröffnung der Kulturwoche erfolgte vor einem voll besetzten Innenhof der Burganlage am frühen Abend gemeinsam durch Bürgermeister Josef Kranz, Dr. Florian Lauscher (als Vertreter der Stiftung) und Bernd Blümmert (dem Vorsitzenden des Vereins Vett-Cult).

Die Manuel Torres Band übernahm dann die musikalische Untermalung des weiteren Abends. Gekonnt und dabei auch dezent regten die meist südamerikanischen Rhythmen zu Unterhaltung, Austausch und Kunstgenuss an.

Malerisch ausgeleuchtet und technisch hervorragend in Szene gesetzt brillierte – als krönender Abschluss an diesem Eröffnungsabend – die Theatergruppe der Kultur- und Naturfreunde Kelz. Sie führte einen ländlichen Einakter - „Die Einladung zur Kirmes“ auf der großen Bühne des Innenhofes der Burg Gladbach auf. Mit sehr viel „Lokalkolorit“ versehen, fand mancher der begeisterten Zuschauer sich oder Bekannte und Bekanntes vielleicht auch wieder in diesem Stück, das sich um eine Gerichtsverhandlung vor dem „Amtsgericht Vettweiß“ wegen Beleidigung drehte. Die durchaus turbulente Sitzung wurde letztlich durch den amtierenden Oberamtsrichter mit seiner Urteilsverkündung rigoros beendet.

 

Der Sonntag begann mit einer Mundartmesse, gehalten von Pfr. Helmut Macherey aus Niederzier, in der Kirche St. Gereon in Vettweiß. Die Vereinsvertreter beteiligten sich in dieser Messe dann auch aktiv bei den Lesungen und Fürbitten und brachten sich so in den Gottesdienst „als Ganzes“ ein. Gekonnt „in oss Mottesproch“ zelebriert, stimmte die Messe auf einen Höhepunkt der Kulturtage ein – dem Marktfest in Vettweiß. Nach der Messe brachten die Musikvereine aus Disternich, Jakobwüllesheim und Vettweiß die teilnehmenden Vereine aus allen Ortschaften der Gemeinde in einem Sternmarsch zum Dorfmittelpunkt, zum Marktplatz in Vettweiß.

Um den Marktplatz herum, entlang des Jugendheimes und der Pfarrkirche bis zum Pfarrheim pulsierte das Leben. Ein Platzkonzert der Musikvereine, die Ausstellung der Traktorenschmiede Kettenheim, Feuerwehrübungen, harte Gitarrenriffs der Rockbands am Jugendheim, ein Karussell für die Kleinen, Angebote und Lehrreiches aus der Landwirtschaft (vom Brot zum Korn, Streichelzoo, etc.), Kistenklettern für wagemutige Kinder, Graffiti höchst erlaubt und gewünscht, Kinderschminken, Suppenküche, Cafeteria, Luftballonkunst, Präsentationen der Pfadfinder, der Waldschule und vieles mehr ließ einfach keine Langeweile aufkommen.

Etwas „abgesetzt“ entstand im Laufe des Tages dann am Silo der Buir-Bliesheimer Genossenschaft ein ganz besonderes Kunstwerk – natürlich auch mit Bezug zur Region und zur „location“. Klaus Dauven zauberte mit einem Hochdruckreiniger Kornähren auf die graue Wand des aufragenden Silogebäudes.

Auf dem Marktplatz stand unterdessen auch der Bühnenwagen „show-express“ im Mittelpunkt. Hier fanden nach den Platzkonzerten der Musikvereine verschiedenste Veranstaltungen und Darbietungen statt. Tanzdarbietungen der Seniorentanzgruppe, karnevalistischer Touch durch die Tanzgarden der Funkengarde Vettweiß, Gesangsvorträge – so vom Männergesangverein Vettweiß und vom Kinderchor Froitzheim – und auch diverse Zauberei durch einen Magier. Die Vettweißer Interessengemeinschaft mit den ihr angeschlossenen Vereinen hatten alle Hände voll zu tun am Grill, am Weinstand, an den Getränkepavillons und in der Cafeteria. Ein strahlender Sommertag, der einen krönenden Abschluss mit einem Auftritt der Mundartgruppe „Bremsklötz“ fand.

 

Der Montag startete mit einer Vorstellung von Bildern der Drover Heide des Künstlerehepaares Mathilde und Günther Dahmen in der Aula des Schulzentrums Vettweiß.

Der Tonbildvortrag über die „Vier Jahreszeiten in der Drover Heide“ fand morgens sehr interessierte Zuhörer in Schülern der Gemeinschaftshauptschule. Abends fand er nochmals hervorragenden Anklang bei vielen Besuchern aus der Gemeinde und darüber hinaus. Den Abschluss an diesem Tag bildete eine Wanderung durch den „Vettweißer Busch“ zum Dorfplatz in Frangenheim.

 

Der Dienstag startete am frühen Abend mit einer Exkursion „Auf den Spuren Jüdischen Lebens in unserer Gemeinde“. Noch heute zeugen alleine vier jüdische Friedhöfe und eine ehemalige Synagoge von dem einst blühenden jüdischen Leben im Gemeindegebiet Vettweiß.

Zusammen mit Ludger Dowe, einem ausgewiesenen Experten auf diesem Gebiet, begaben sich beeindruckend viele, interessierte Menschen mit dem Fahrrad und/oder dem begleitenden Planwagen auf eine Rundreise zu Stätten ehemaliger jüdischer Präsenz in der Gemeinde. Vom jüdischen Friedhof in Kelz ging es über den Kettenheimer Gottesacker über Gladbach zum Lüxheimer Friedhof. In der Bürgerhalle Lüxheim fand dann auch dieser Ausflug in noch gar nicht so alte Vettweißer Geschichte einen geselligen Abschluss, getragen und unterstützt durch den Lüxheimer Bürgerverein. Parallel fand an diesem Abend für interessierte Bürger eine wahrhaft beeindruckende und erhebende Veranstaltung in der Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Disternich statt. „Nightfever“ sind offene Kirchen in den Abendstunden. Es herrscht eine besondere Atmosphäre aus Musik, Gebet und Kerzenlicht. Das aus dem 18. Jahrhundert stammende Kirchengebäude St. Mariä Himmelfahrt bot eine ausgezeichnet passende Atmosphäre, um inne zu halten und zu meditieren, mit sich und seinen Gedanken verbunden in einer Gemeinschaft zu reflektieren.

Die Mischung von Chormusik, Psalmenlesung und immer wieder Stille – in stetem Wechsel – war Balsam für die Seele und erlaubte ein „tiefes Durchatmen“ in der Alltagshektik, ein „Sich-Besinnen“ auf Gott und uns Menschen in seiner Welt.

 

Am Mittwoch versammelten sich alle Grundschulkinder und die Schüler der 5. Klassen in der so bis auf den letzten Platz gefüllten Aula des Vettweißer Schulzentrums. Das Figurentheater Mèreau spielt schon seit Generationen und hat eine familiäre Verbindung in den Ortsteil Gladbach.

Räuber Hotzenplotz und Pippi Langstrumpf ließen viele Augen leuchten und Wangen glühen. Nachmittags folgten die nächsten Aufführungen – auch wieder vor „vollem Haus“, wobei hier die Kinder in unseren Kindergärten in den Genuss der gekonnten Aufführungen kamen. Am frühen Abend stellte die Malerin Caroline Lauscher, Gladbach, im neuen Gebäude der Volksbankfiliale Kelz ihre Blumenbilder aus.
Die Künstlerin verleiht ihren Werken eine besondere Sanftheit, indem sie gerne zu Pastellfarben greift. Die Ausstellungseröffnung wurde künstlerisch umrahmt von Alissa Giani aus Lüxheim und Ina Otte aus Aachen. Die Ausstellung selbst ist bis Ende Juli für den Publikumsverkehr geöffnet gewesen. Abends wurde in der Alten Schmiede in Kelz ein weiteres „Highlight“ der Kulturwoche aus der Kategorie Kabarett geboten.
Kabarett

Eine Kabarettrevue mit Achim Konejung und seinen Gästen Hubert vom Venn, Ralf Kramp und Wolfgang Reyscher bot eine satirische Bestandsaufnahme unserer Landschaft unter dem Titel „Hühnchen explodieren am Horizont“. Dies war auch der Titelsong des Abends, den Achim Konejung zusammen mit seinem Komponistenkollegen Wolfgang Reyscher bereits 1980 geschrieben hatte. Ralf Kramp brillierte dabei neben seinem Mitwirken bei dem Gesang mit einer Kurzkrimi-Lesung.

 

Der Donnerstag begann vormittags mit einer archäologischen Wanderung auf dem Drover Berg-Tunnelwanderweg unter der Führung von Prof. Dr. Klaus Grewe. Zwischen den Ortschaften Kreuzau-Drove und Vettweiß-Soller befindet sich der 1.660 Meter lange sog. Drover Bergtunnel, eine römische Wasserleitung, die das Wasser aus dem Quelltopf „Heiliger Pütz“ mit freiem Gefälle quer durch das heutige Naturschutzgebiet Drover Heide in die Zülpicher Börde führte.

Bergtunnel
Dieses ausgewiesene Bodendenkmal gilt als der längste römische Tunnelbau nördlich der Alpen. Prof. Dr. Grewe, ein ausgewiesener Experte für antiken Tunnelbau, erklärte den interessierten Teilnehmern der Wanderung die Raffinessen dieses technisch-geschichtlichen Denkmals überaus anschaulich und eindrucksvoll. Nachdem morgens Ehrenamtler in der Gemeinde diese Wanderung genießen durften, wiederholte Prof. Grewe am frühen Abend in einer zweiten Führung dieses überaus interessante, kulturgeschichtliche Angebot. Etwas später am Abend gab es in der Kirche St. Johann Baptist in Sievernich dann wieder ein Angebot für Herz, Seele und Ohr.
Gospelkonzert

Die Chorgemeinschaft St. Johann Baptist Sievernich bot mit ihren Sängerinnen und Sängern über eine Stunde lang Gesang aus dem Bereich „white gospels“. In einem ganz besonderen Ambiente ein überaus gelungener Abend, getragen von der überaus beeindruckenden Professionalität und Spiritualität dieser phantastischen Chorgemeinschaft. Die Besucher honorierten die hervorragenden Vorträge mit viel Applaus und stehenden Ovationen.

 

Der Freitag gehörte so gut wie ausschließlich musikalischen Veranstaltungen am Abend. Auf Burg Müddersheim galt es wieder einmal einer Aufführung des traditionsreichen „Großen Zapfenstreichs“ beiwohnen zu können. Bevor dieser aber startete, konnte das wunderbare Ambiente dieser Burganlage, die die Familie von Geyr dankenswerter Weise für diesen Tag zur Verfügung gestellt hatte, für viele Menschen ein Abend des Gesprächs, des Erlebens sein. Vielfältige Sitzgelegenheiten in der Parkanlage der Burg, Getränke und Imbiss, so unter anderem mit dem Wildangebot des Hausherren, stimmten – immer wieder untermalt von Platzkonzerten unserer Musikvereine – auf den Höhepunkt des Abends ein. Dies alles, während parallel in der Bürgerhalle Müddersheim harte Gitarrenriffs und Rock vom feinsten jugendlich Interessierte – und solche, die sich jugendlich wähnen, zum vierten Mal unter dem Motto „F(V)ettweiß gegen Rechts“ voll abfahren ließ. „Rufmord“ zählte hierbei zu den bekanntesten Bands im Dürener Land und bestach mal wieder durch excellent vorgetragenen Deutschrock.

„The DilÄmma“ war eine Newcomerband, die mit ihrem astreinen Punk ebenfalls zu beeindrucken wusste. Auf akustische Coversongs hatten sich die „Top Subjekt Five“ eingeschworen. Blieben noch die „Coconut Buts“, alte Bekannte bei „FETTweiß gegen Rechts“ und quasi Headliner des Abends. Somit gab es wieder einmal einen bunten Abend mit einer klaren Ansage, dass rechtes Gedankengut in der Gemeinde Vettweiß absolut nichts verloren hat.

Mit einsetzender Dämmerung formierte sich währenddessen auf Burg Müddersheim der Große Zapfenstreich. Eine Tradition, die aus den alten Landsknechtsheeren herrührt und in der Bundesrepublik Deutschland nur zu ganz besonderen Anlässen aufgeführt wird.

Die Tambourkorps aus Vettweiß und Disternich stellten sich gemeinsam mit den Fackelträgern der Freiwilligen Feuerwehr Vettweiß und zahlreichen Abordnungen der Schützenbruderschaften aus allen Ortsteilen unserer Gemeinde zu einem respektablen Zug auf, der unter den Klängen der Musik in den absolut voll besetzten Innenhof der malerisch angestrahlten Burganlage einmarschierte. Die gekonnte musikalische Aufführung der beteiligten Tambourkorps und dem „Oberbefehl“ von Schützengeneral Hans-Hubert Sons fand ihre berechtigte Anerkennung durch den Jubel und lange anhaltenden, starken Applaus des Publikums, das der Aufführung „mucksmäuschenstill“ mit Achtung und Herz zugehört hatte.

 

Das Schlusswochenende begann dann am Samstagmittag ab 12.00 Uhr mit einem „Tag des offenen Ateliers“. Hier wurde der interessierte Besucher in die Ortschaften Soller, Ginnick und Sievernich geführt. Marie-Luise Klein (MaLu) aus Soller malt seit ihrer frühesten Jugend. Ein bedeutender Schwerpunkt ihrer künstlerischen Tätigkeit stellt dabei die Acryl- und Ölmalerei dar. In ihrem Atelier in Soller leitet sie Seminare und führt Interessenten an die Malerei heran. Sie bot ein beeindruckendes Spektrum ihres künstlerischen Schaffens.

 

Auf dem Zehnthof in Ginnick konnten sich die großen und kleinen Besucher als „Kunstwerker“ aktiv einbringen und ein Sonnensegel für Dorffeste künstlerisch gestalten (Kunst mit Kindern für Kinder). Jutta Gigler, Bouchta Quali und Jonas Lövenich stellten ihre Kunst aus. Monika Lövenich bot eine Lesung an und Cantalyra, die Musik WG aus der Eifel, gab ein Scheunenkonzert.

Als „Kontrast“ zur malenden Kunst gab Daniela Haag-Masters im Rahmen dieses Tages des offenen Ateliers einen Einblick in ihre Fertigung von Hüten aller Farben und Formen und Henning John von Freyend schloss wiederum den Kreis der malenden Künstler. Dieser Künstler lebt seit der Jahrtausendwende in Sievernich und zeigte zeitgenössische Malerei und Holzskulpturen. Alle Angebote an diesem Tag fanden einen beindruckend regen Zuspruch und rechtfertigten das Angebot, das durch sein hohes Niveau, das vielleicht der eine oder andere gar nicht einmal so erwartet hatte, zu überzeugen wusste. Ein Fanal auch über die Gemeindegrenzen hinaus – Kunst in ihrer Vielfalt auch in den kleinsten Ortsteilen.

Der Abschluss des Abends gehörte dann in der Festhalle Gladbach der kölschen „Urgesteinformation“ Bläck Fööss. Die immer vor vollem Haus auftretende Kölner Legende, unterstützt an diesem Abend von der überregional überzeugenden und etablierten Mundartgruppe „echte Fründe“ waren die Garanten für einen überaus stimmungsvollen Abend, den über 800 begeisterte Gäste regelrecht zelebrierten.

In Eigenregie durch die Gladbacher Ortsvereine arrangiert war dieser Abend unbestreitbar einer der Höhepunkte der Kulturwoche. Welche Songs gäbe es, die nicht jeder mitzusingen weiß? Ein musikalisch, kultureller Höhepunkt der Spitzenklasse!

 

Der letzte Tag der Kulturwoche begann dann wie der erste Sonntag mit einer feierlichen Messe in der Kirche St. Gereon in Vettweiß, die Pfr. Gerd Kraus zelebrierte. Das Gemeinschaftsprojekt der Chöre aus Froitzheim, Kelz und Vettweiß unter den Chorleitern Gerhard Hilgers, Christian Frings und Willi Görgen verlieh dem Abschlussgottesdienst eine ganz besondere Note. Hinzu ergab sich hierdurch auch ein besonderer Rahmen für eine 70-jährige Kommunionfeier und die Diamantene Hochzeit der Eheleute Schröder aus Vettweiß.

Nach dem Gottesdienst ging es zum Bachhof in der Dürener Straße. In dessen landwirtschaftlichen Mauern war Jazz vom Feinsten angesagt. Diese Veranstaltung bildete dann auch den würdevollen Abschluss einer reich mit Kunst, Kultur und Unterhaltung gespickten Woche. Bei Musik, Speisen vom Feinsten aus der Küche Reiner von Laufenberg und Getränken konnte ein Jeder an diesem Tag in der bis fast auf den letzten Platz gefüllten Hofstelle die Eindrücke reflektieren lassen.

Die Bigband „JazzForFun“, 1999 auf Initiative der Bernd-Alois-Zimmermann-Musikschule in Frechen gegründet und von Bandleader Dietmar Kruse innerhalb weniger Jahre auf ein beachtliches Niveau gebracht, brillierte mit ihren Rhythmen.

 

Als Fazit bleibt festzuhalten: In einer guten Woche wurde ein Querschnitt durch das kulturelle Potenzial von neun Ortsteilen unserer Gemeinde geboten, das so mancher sicher so nicht erwartet hatte. Bereits die ersten Kulturtage vor 10 Jahren fanden regen Zuspruch. Darauf basierend war wohl schon eine noch größere Erwartungshaltung aufgebaut worden, die wohl auch dieses Mal nochmals übertroffen wurde. Ein auch länger sichtbares Zeichen bleibt die von Klaus Dauven am Silo der Buir-Bliesheimer geschaffene Zeichnung – neben vielen guten Erinnerungen an eine hervorragend organisierte Woche mit überzeugendem inhaltlichem Potenzial. Eine Wiederholung, so stellte sich bei einer Abschlussbesprechung des Organisationsteams heraus, ist mit Sicherheit angedacht – wenn es natürlich auch noch zu früh ist, hier terminlich konkret werden zu wollen.

An dieser Stelle muss einfach noch einmal allen Beteiligten, Künstlern, Vereinen, Gesellschaften, Ehrenamtlern, Verwaltungsmitarbeitern, Sponsoren – und natürlich den interessierten Bürgerinnen und Bürgern gedankt werden, die diese Woche zu so einem strahlenden, überzeugenden Erfolg haben werden lassen.

Insgesamt ein beeindruckendes Beispiel einer lebendigen Gemeinschaft in den Ortsteilen, in der gesamten Gemeinde Vettweiß. (Jürgen Ruskowski)


 

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