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Gemeinde Vettweiß

Bördebahn

Offizielle Eröffnungsfahrt zur Wiederaufnahme des Verkehrs der Eifel-Bördebahn

Auf der rund 30 Kilometer langen Strecke der Regionalbahn 28 („Eifel-Bördebahn“) fahren jetzt auch an den Werktagen wieder Züge. Die Rurtalbahn hat zum großen Fahrplanwechsel wie vorgesehen den „Vorlaufbetrieb“ aufgenommen, sodass die Züge nicht mehr nur an den Wochenenden und den Feiertagen verkehren. Zwischen Euskirchen und Düren werden sechs Zugpaare eingesetzt.

Dadurch kann an Werktagen zwischen 6 und 20 Uhr mit einer morgendlichen Unterbrechung ein Zwei-Stunden-Takt angeboten werden. Zum offiziellen Startschuss trafen sich die beiden Landräte Wolfgang Spelthahn (Düren) und Günter Rosenke (Euskirchen) mit Dr. Norbert Reinkober vom Nahverkehr Rheinland (NVR) und Vertreter der Rurtalbahn, der Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren und des Aachener Verkehrsbundes zur Eröffnungsfahrt. Mit im Abteil saßen außerdem Bürgermeister und Verwaltungsmitarbeiter der jeweiligen Kommunen. An der Strecke gibt es derzeit acht Haltestellen. In den vergangenen Monaten wurde an der Trasse fleißig gebaut. Unter anderem ist der Gleiskörper auf einer Länge von 6,5 Kilometern ertüchtigt worden. Zudem mussten acht Straßenkreuzungen gesichert und eine signalgeführte Einfahrt in den Bahnhof Düren eingerichtet werden. Erneuert wurden die Bahnsteige in Binsfeld, Rommelsheim und Jakobwüllesheim.

Damit sind die Arbeiten jedoch noch nicht abgeschlossen. Der Bahnsteig in Vettweiß wird im Jahr 2020 erneuert, im Zülpicher Stadtteil Elsig wird ein neuer Haltepunkt errichtet. Die Gesamtsumme der Investitionen beläuft sich auf etwa 15,5 Millionen Euro, das Gros davon übernimmt der Nahverkehr Rheinland.

Die Reaktivierung der Bördebahn wurde mit Freude zur Kenntnis genommen, weil wieder eine Lücke in Eisenbahnnetz nun geschlossen wird. In der wachsenden Gemeinde Vettweiß sind die Bürgerinnen und Bürger froh, nun auch hier das Auto mal stehen lassen zu können. Auf den öffentlichen Nahverkehr sollten nun einige umsteigen. Es ist eine sinnvolle Ergänzung auch für die Berufspendler und eine umweltbewusste Alternative zur Fahrt mit dem Auto.

Die vor 155 Jahren in Betrieb genommene Bördebahn ist gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts aus wirtschaftlichen Gründen stillgelegt worden. Ernsthafte Reaktivierungspläne für die Strecke zwischen Euskirchen und Düren gab es seit 2002. Neben der Nutzung für den Güterverkehr wurden auch bald wieder Personenzüge eingesetzt, zunächst mit großer ehrenamtlicher Unterstützung. Seit der Landesgartenschau in Zülpich im Jahr 2014 fahren diese Züge an den Wochenenden und an Feiertagen planmäßig. Der nächste und letzte Schritt nach dem Vorlaufbetrieb ist der Vollausbau der Strecke. Das Ziel lautet: Einführung des Stundentakts. Das allerdings ist abhängig von der Dauer der weiteren notwendigen Arbeiten zum Ausbau der Infrastruktur, dem zukünftig eingesetzten Fahrzeug und den weiteren angedachten Haltestellen in Distelrath, Ülpenich, Dürscheven und Euskirchen-West.

Angestrebt wird die Senkung der momentan noch bei gut 50 Minuten liegenden Fahrdauer von Euskirchen bis Düren auf ca. 35 Minuten und die Herstellung guter Anschlüsse in den Knoten Euskirchen und Düren

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